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Immer mehr Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig

05.04.2017

Die Stellungnahme der Bundesregierung zum Zweiten Engagementbericht ist durchweg positiv: Mehr als 30 Millionen Deutsche engagieren sich freiwillig.

Viele Deutsche engagieren sich als Trainer und Übungsleiter in Sportvereinen. Foto: picture-alliance

Viele Deutsche engagieren sich als Übungsleiterinnen und Übungsleiter in Sportvereinen. Foto: picture-alliance

Ob als Trainerin im Sportverein, als Vorleser in der Kita oder als Behörden-Lotse für Flüchtlingsfamilien: Immer mehr Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig - vor allem auf lokaler Ebene. Das geht aus der Stellungnahme der Bundesregierung zum Zweiten Engagementbericht hervor, die das Bundeskabinett am 29. März beschlossen hat.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betonte: "Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht vom Zuschauen. Ich freue mich, dass sich in unserem Land mehr als 30 Millionen Menschen freiwillig engagieren. Sie bringen ihre Zeit ein, um anderen zu helfen, um mit anzupacken und unsere Gesellschaft mitzugestalten. Sie sind der Motor, der unsere Demokratie am Laufen hält. Der zweite Engagementbericht zeigt, wie stark die Kräfte sind, die unser Land zusammenhalten, und dass sie auch in Zukunft unverzichtbar sein werden. Wir sehen uns durch den Bericht in unserer Engagementpolitik bestärkt. Künftig wollen wir die Menschen, die ihre Zeit einbringen und sich für andere stark machen, noch besser unterstützen. Denn bürgerschaftliches Engagement ist die Basis für eine lebendige und innovative Gesellschaft." Diese Entwicklung kann entscheidend dazu beitragen, große Herausforderungen wie den demografischen Wandel besser zu bewältigen, so eine der zentralen Botschaften aus der Stellungnahme.

Der rund 600 Seiten umfassende Zweite Engagementbericht wurde von einer zehnköpfigen Sachverständigenkommission unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Klie verfasst. Er enthält viele empirische Befunde, Daten und Trends und greift zugleich zentrale gesellschaftliche Debatten auf. Entstanden ist dabei ein differenziertes Bild des vielfältigen Engagements in Deutschland. Von der Kommission wird bestätigt, dass die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement generell zunimmt.

Der Zweite Engagementbericht erörtert außerdem  Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam mit aktivem freiwilligen Engagement zu bewältigen ist. Der Bundesregierung ist dabei besonders wichtig, das Engagement von Migranten und Migrantinnen stärker zu fördern. 

Zur Förderung des freiwilligen Engagements in der Flüchtlingsintegration hat das Bundesfamilienministerium im Jahr 2016 das Patenschaftenprogramm "Menschen stärken Menschen" ins Leben gerufen. Bisher konnten durch das Programm über 25.000 Patenschaften für geflüchtete Menschen gestiftet werden. Der ebenfalls 2016 gestartete Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug bietet Flüchtlingen die Möglichkeit, sich freiwillig zu engagieren. Auch im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus gibt es Angebote zur Aktivierung und Beteiligung von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte.

Weitere Informationen finden sich unter www.bmfsfj.bund.de.

(Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)


 
 

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