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Zukunft der Sportvereine sichern

12.02.2016

Das DOSB-Projekt „Attraktives Ehrenamt im Sport" empfiehlt den Sportvereinen Kooperationen und Vernetzung, um ihre Zukunft zu sichern.

Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts in Berlin wurden neue Ideen in der Vereins- und Vorstandsarbeit vorgestellt, um das Ehrenamt attraktiver zu machen. Foto: DOSB

Was macht Vorstandsarbeit in Sportvereinen attraktiv? Unter welchen Voraussetzungen engagieren sich Menschen in der zweiten Lebenshälfte im Vorstand? Mit welchen Methoden kann die Vorstandsarbeit konkret weiterentwickelt werden? Zwar engagieren sich rund 740.000 der 8,6 Millionen Freiwilligen im Sport auf Vorstandsebene, die ca. 90.000 deutschen Sportvereine haben jedoch zunehmend Schwierigkeiten, Nachfolger für frei werdende Führungspositionen zu rekrutieren.

Hier setzte das Projekt des DOSB „Attraktives Ehrenamt im Sport. Gesucht: Funktionsträger/innen in der 2. Lebenshälfte für Sportvereine“ im Zeitraum von April 2013 bis März 2016 an. Erstmalig wurden „Tandems“ aus Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Sportvereinen und -verbänden gebildet, um die jeweils eigenen Erfahrungen und Kompetenzen einzubringen. Dabei wurden unterschiedliche Modelle in Beilstein, Bentheim, Bremen, Chemnitz, Gelsenkirchen, Mühlheim, Rheinisch-Bergischer Kreis, Röthenbach, Taunusstein-Bleidenstadt, Turngau und Warendorf erprobt, die bei der Tagung vorgestellt wurden.

Zentrale Ergebnisse der Projektarbeit: Ehrenamtsförderung sollte als strategischer Prozess angegangen werden, bei dem man von Kooperationen und Vernetzung profitieren kann. Jeder Verein ist anders und braucht seine eigenen Ansätze. Eine zielgruppenspezifische und direkte Ansprache der potenziellen Ehrenamtlichen ist unverzichtbar. Dabei können Veränderungen als Chance begriffen werden und sollten auch Spaß machen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Elke Ferner, betonte: „Freiwilliges Engagement ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Zivilgesellschaft und verdient unsere höchste Anerkennung. Im Sport ist dieses Engagement konstitutiv, weshalb der DOSB zu einem bewährten Partner des Engagementministeriums geworden ist. Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt diese Kooperation – zusammen mit dem GENERALI-Zukunftsfonds und der Robert Bosch Stiftung – fortsetzen und weitere Innovationen anstoßen konnten.“ Der Vizepräsident des DOSB für Breitensport und Sportentwicklung, Walter Schneeloch, machte deutlich: „Wenn wir das Ehrenamt attraktiver machen und mehr Menschen für die Übernahme eines Vorstandsamtes gewinnen wollen, sollten wir die Motive und Bedürfnisse der Menschen ernst nehmen und neue Ideen in der Vereins- und Vorstandsarbeit umsetzen. Es kommt auf die Vereinskultur und die Haltung der Verantwortlichen an, ob man Lust hat, mitzuwirken.“

Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Robert Bosch Stiftung und dem Generali Zukunftsfonds. Als Projektpartner konnten die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros sowie der Landessportbund Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Niedersachsen, der Landessportbund Sachsen, der Landessportbund Hessen und der Deutsche Turner-Bund gewonnen werden.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen des Projekts finden sich in der Broschüre „Attraktives Ehrenamt im Sport“, die beim DOSB unter Opens window for sending emaillabinski(at)dosb.de bezogen werden kann, sowie zum Opens external link in new windowProjekt und zu den Opens external link in new windowTandemprojekten.

(Quelle: DOSB)


 
 

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